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Deonomastikon

 

Was sind Deonyme?

Deonyme sind Ableitungen von Eigennamen, die wiederum selbst zu eigenständigen Wörtern und Definitionen werden. Oft kann ein solches Deonym zum Gattungsbegriff werden, z. B. bei Ableitungen von Markennamen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Wort "Tempo" für ein Papiertaschentuch.

Die Beschäftigung mit Deonymen als Teil der historischen Sprachwissenschaft wird als Deonomastik bezeichnet.
Ein Wörterbuch der Deonyme heißt Deonomastikon. 

Der Herkunftsbereich der Deonyme lässt sich weitgehend
in drei Gruppen unterteilen.

  • Eponyme sind Begriffe, die sich von Eigennamen realer oder fiktiver Personen ableiten lassen.
  • Epotoponyme haben als Namensgeber geografische Begriffe und Ortsangaben, die sogenannten Toponyme.
  • Und nicht zuletzt gelten Markennamen in synonymischer Verwendung als Ursprung vieler generischer bzw. Gattungsbegriffe.




  • Haben Sie das gewusst?


    Orange
    Die Farbe 'Orange' wurde von der Frucht Orange abgeleitet.
    Übrigens: das Wort Apfelsine bedeutet 'chinesischer Apfel'.

    Foen
    Der Name 'Fön' wurde 1908 als Wort-/Bildmarke von der Firma AEG Hausgeräte GmbH eingetragen.
    Das Wort Fön wiederum wurde vom 'Föhnwind' abgeleitet.

    Fotos: photl.com


     
     
       

     

     

     

     

     

     

     

    letzte Aktualisierung der Seiten: 14.06.2010